Die Abzeichen für Förderer der Deutschen Orient-Gesellschaft und die Denkmünze der Deutschen Orient-Gesellschaft zur silbernen Hochzeit des Kaiserpaares

Die Abzeichen für Förderer der Deutschen Orient-Gesellschaft

LamassuBei meinen Nachforschungen zum Gorgo-Abzeichen[1] der Doorner Arbeitsgemeinschaft, welche Wilhelm II. unterhielt, um seinem Interesse an der Archäologie, der Erforschung von Altertümern und alter Kulturen im Exil nachzugehen, stieß ich auf einen Brief[2] den Wilhelm II. an Leo Frobenius gerichtet hatte. In diesem Brief schrieb er:

Wenn Sie ein Vorbild haben wollen, bezw. einen Eindruck von einem solchen Abzeichen, dann empfehle ich, sich an den Vorstand der “Deutschen Orient-Gesellschaft” in Berlin zu wenden. Dr. Güterbock, bezw. Herrn James Simon. Diese werden Ihnen die beiden Abzeichen entweder in natura oder in Zeichnung schicken können, welche ich für diese meine Gesellschaft — für Herren und Damen — erfunden hatte.

Wilhelm II. hatte also offensichtlich selbst zwei Abzeichen für die Deutsche Orient-Gesellschaft entworfen, welche gegen Stiftungen und für erfolgreiche Grabungen etc. verliehen wurden.

Die Deutsche Orient-Gesellschaft

Die Deutsche Orient-Gesellschaft (DOG) wurde am 24. Januar 1898 in Berlin zur Förderung der Forschungen und der Belebung des öffentlichen Interesses auf dem Gebiet der orientalischen Altertumskunde vor dem Hintergrund gegründet, dass Ende des 19. Jahrhunderts das öffentliche Interesse an neuen Entdeckungen im Land der Bibel stark gestiegen war. Gleichzeitig drückte sich darin das gewachsene Selbstbewusstsein der Eliten des Deutschen Reiches aus, die das Feld nicht mehr allein den Franzosen und Engländern überlassen wollten. In Deutschland gab es bis ans Ende des 19. Jahrhundert kein Museum, welches eine größere Sammlung altorientalischer Kunst verfügte, wie etwa der Louvre oder das Britische Museum.

Das Spektrum der Interessen erstreckte sich auf die Kulturen des Vorderen Orients und deren Einflussbereiche, zeitlich von den Anfängen bis zur islamischen Zeit. Die Geschichte der verschiedenen Bereiche wird unter sprachlichen und archäologischen Gesichtspunkten betrachtet.

Zahlreiche damals bekannte und wohlhabende Personen gehörten zu den ersten Mitgliedern der Deutschen Orient-Gesellschaft. Zu den Gründervätern gehörten der Berliner Mäzen James Simon und der ebenfalls als Mäzenat und Kunstsammler tätige Privatbankier Franz von Mendelssohn, langjähriger stellvertretender Vorsitzender des Vereins. Unter anderem durch ihre vielfältigen Kontakte war es der DOG möglich, kostenintensive Ausgrabungen im Orient aus eigenen Mitteln zu finanzieren. Im Jahre 1901 übernahm der stark an Archäologie interessierte Kaiser Wilhelm II. das Protektorat, so dass in der Folge die Gesellschaft (neben bedeutenden staatlichen Zuschüssen) auch beträchtliche Zuwendungen aus dem kaiserlichen Dispositionsfonds erhielt, die weitere Grabungen finanzieren halfen. So standen im Jahre 1907 insgesamt mehr als 350.000 Mark zur Verfügung.

Unter den Mitgliedern der DOG befanden sich besonders viele Personen jüdischer Herkunft, unter anderem der Archäologe und Altertumshistoriker Bruno Güterbock. Umso stärker wurde sie von den Verfolgungen des Dritten Reiches getroffen, so dass sie in die Bedeutungslosigkeit versank. Viele jüdische Mitglieder emigrierten, andere sind in den Konzentrationslagern umgekommen. Im Jahre 1943 fand die vorerst letzte Hauptversammlung statt. Und seit dem Jahr 1940 wurde Wilhelm II. nicht mehr in der Mitgliederliste geführt.

1947 wurde die DOG neu gegründet und feierte 1998 ihr hundertjähriges Bestehen mit einem Festakt im Pergamon-Saal auf der Museumsinsel in Anwesenheit des Bundespräsidenten Roman Herzog.

Mit der Erforschung von Babylon konnte schon unmittelbar nach der ersten Gründung ein Unternehmen begonnen werden, das weltweit Aufsehen erregte. Von 1899 bis 1917 wurden dort unter der Leitung von Robert Koldewey so bedeutende Bauwerke wie die heute im Vorderasiatischen Museum innerhalb des Berliner Pergamonmuseums zu besichtigende Prozessionsstraße von Babylon mit dem Ischtar-Tor, die Paläste Nebukadnezars, der berühmte Turm zu Babel sowie, nach Ansicht Koldeweys, die Hängenden Gärten der Semiramis freigelegt.

Neben den Forschungen in Babylon kam die günstige finanzielle Lage, einschließlich des persönlichen Engagements des Kaisers, vor allem den Grabungen in Assur zugute, die von 1903 bis 1914 unter Leitung von Walter Andrae zu bedeutenden Ergebnissen führten. Die Funde, seit Mitte der 1920er Jahre im Pergamonmuseum (Abteilung Vorderasiatisches Museum) in Berlin verwahrt, sind leider noch immer nicht vollständig wissenschaftlich aufgearbeitet.

Bereits 1902 hatten im Auftrag der Deutschen Orient-Gesellschaft auch Grabungen in Ägypten begonnen, wo unter Ludwig Borchardt im Pyramidenfeld von Abusir gegraben wurde, dann, unter demselben Forscher, 1911-1914 in Achet-Aton (Tell el-Amarna). Hier macht Borchardt auch den sensationellen Fund der bekannten Büste der Königin Nofretete in der Werkstatt des Bildhauers Thutmose. 1906 konnte Hugo Winckler nachweisen, dass die Ruinen von Bogazköy die Hauptstadt des Hethiter-Reiches, Hattuša bargen. Bis 1911/12 konnte er dort reiche Ergebnisse erzielen.

Neben diesen Forschungen in einigen der größten Hauptstädte altorientalischer Kulturen finden, unterbrochen durch die Weltkriege, Ausgrabungen an verschiedenen Ruinenstätten des Vorderen Orients statt, wie Borsippa, Hatra, Jericho, Kar-Tukulti-Ninurta, Uruk und Zincirli. Bis heute ist die DOG aktiv und führt ihre Forschungen fort.[3]

Die Abzeichen für Förderer der DOG

In einer Fachzeitschrift für Völkerkunde[4] aus dem Jahre 1913 findet sich folgende nicht bebilderte Beschreibung:

Wissenschaftliche Gesellschaften / Deutsche Orient-Gesellschaft.

 

Der Kaiser hatte für die Förderer der Gesellschaft durch eine an seinem letzten Geburtstage erlassende Kabinettsordre eine Auszeichnung bestimmt, deren Abzeichen der Kaiser selbst entwarf.

Das eine Abzeichen mit dem assyrisch-babylonischen zwei geflügelten Stiermenschen ist für die Förderer der assyrischen Forschungen bestimmt. Das andere Abzeichen stellt den ägyptischen adlerartigen Wappenvogel dar und soll denen zuerkannt werden, deren Wirken dem alten Ägypten zugute kam.

Der Vorstand der Gesellschaft hat demgemäß beschlossen, durch Mitarbeit oder durch Zuwendungen verdiente Personen zu Förderern der Deutschen Orientgesellschaft zu ernennen und ihnen die verliehene Auszeichnung anzuerkennen.

In den Mitteilungen der DOG berichtet der Vorstand seinen Mitgliedern im April 1913[5]:

Seine Majestät der Kaiser und König, der Allerhöchste Protektor der Deutschen Orient-Gesellschaft, hat am 27. Januar d. J. die nachstehende Kabinettsordre zu erlassen geruht:

 

Um der Deutschen Orient-Gesellschaft Mein Wohlwollen und Mein Interesse an ihren Bestrebungen erneut zu erkennen zu geben, hab Ich als Protektor der Gesellschaft ein Abzeichen für Verdienste um die Erforschung des Orientalischen Altertums nach dem beiliegenden Muster bestimmt. Dasselbe soll von Herren im Knopfloch, von Damen als Brosche getragen werden. Das Recht zum Tragen wird durch Beschluß des Vorstandes den um den Verein verdienten Mitgliedern desselben zuerkannt. Ich überlasse dem Vorstande, dieserhalb die näheren Festsetzungen zu treffen.

 

Wilhelm I. R.

 

An den Vorstand der Deutschen Orient-Gesellschaft

 

Demgemäß hat der Vorstand in einer Sitzung vom 16. Februar beschlossen, aus dem Kreise der Mitglieder der Gesellschaft Damen und Herren, welche sich um die Gesellschaft durch Mitarbeit auf wissenschaftlichem Gebiete, durch Zuwendungen oder in der Leitung der Gesellschaft besonders verdient gemacht haben, zu

 

F ö r d e r e r n  d e r  D e u t s c h e n  O r i e n t – G e s e l l s c h a f t

 

zu ernennen und ihnen die von Seiner Majestät dem Kaiser gestiftete Auszeichnungen zu verleihen.

Die Liste der unter Allerhöchster Zustimmung Seiner Majestät in dieser Weise Ausgezeichneten wird im Jahresbericht veröffentlicht werden.

Abb. 1: Stiftungsordre an die DOG vom 27.01.1913 über ein Abzeichen für Verdienste um die Erforschung des orientalischen Altertums (Foto: Olaf M. Teßmer, Berlin)

Der 15. Jahresbericht der DOG[6] erwähnt die Stiftung vereinsintern und beschreibt die Abzeichen kurz:

Seiner Majestät dem Kaiser und Könige, unserem Allerhöchsten Protektor, verdankt die Deutsche Orient-Gesellschaft einen erneuten außergewöhnlichen Beweis Seines Wohlwollens und seines huldvollen Interesses an unseren Bestrebungen. Durch Allerhöchste Kabinettsordre vom 27. Januar d. J., die unsere Verehrten Mitglieder in dem kürzlich ausgegebenen 51. Hefte der „Mitteilungen“ im Wortlaut abgedruckt finden, haben Seine Majestät die Gnade gehabt, eine Auszeichnung für Verdienste um die Erforschung des orientalischen Altertums zu stiften und dabei zu bestimmen, dass die nach zwei Allerhöchstselbst entworfenen Mustern hergestellten Abzeichen durch Beschluß des Vorstandes an solche Herren und Damen verliehen werden sollen, die sich um die Deutsche Orient-Gesellschaft besonders verdient gemacht haben. Das eine Abzeichen zeigt in heraldischer Antithese zwei assyrisch-babylonische geflügelte Stiermenschen und ist für solche Personen bestimmt, deren Verdienste sich auf die Wiedererweckung des vorderasiatischen alten Orients erstreckt haben, das andere lehnt sich an Motive der ägyptischen Kunst an und kommt solchen zu, deren Wirken insbesondere dem alten Ägypten zugute gekommen ist.

Von dem Vorstande ist demgemäß beschlossen worden, durch Mitarbeit oder durch Zuwendungen verdiente Personen zu Förderern der Deutschen Orient-Gesellschaft zu ernennen und ihnen die von Seiner Majestät verliehene Auszeichnung zuzuerkennen. Nachdem Seine Majestät geruht haben, einer ersten Liste der so Auszuzeichnenden die Allerhöchste Genehmigung zu erteilen, sind die Namen auf einer Ehrentafel vereinigt worden, die wir an der Spitze des diesjährigen Mitgliederverzeichnisses erstmalig veröffentlichen.

Wir verfehlen nicht, Seiner Majestät dem Kaiser und Könige, unserem Allergnädigsten Protektor, auch an dieser Stelle unseren alleruntertänigsten Dank darzubringen für den neuen Beweis Seiner Gnade und wir geben uns der Hoffnung hin, daß das Bekanntwerden derselben vielen den Anlaß bieten wird, sich als „Förderer der Deutschen Orient-Gesellschaft“ zu betätigen.

Die Mitgliederverzeichnisse wurden in den gedruckten Jahresberichten der DOG veröffentlicht. Seit dem Jahr der Stiftung der Abzeichen bis zum Jahre 1940, finden sich jedoch nur zwei Mitgliederverzeichnisse in denen die Förderer der DOG unter Angabe des ihnen verliehenen Abzeichens, genannt werden.

Abb. 2: Liste der Förderer der DOG aus dem 16. Jahresbericht vom 30. Juni 1914

Abb. 3: Liste der Förderer der DOG aus dem 22. Jahresbericht vom 18. Juni 1920

Bis auf den 29. Jahresbericht vom 28. April 1927, in dem, ohne die Verleihung eines Abzeichens zu erwähnen, darüber berichtet wird wie Dr. Voretzsch mit Beschluss durch den Gesamtvorstand zum Förderer und Ehrenmitglied der DOG ernannt wird, findet sich kein Hinweis darauf, dass es zu weiteren Ernennungen unter Verleihung eines Abzeichens kam. Wenn man die beiden vorhandenen Listen miteinander vergleicht, kann vermutet werden, dass einige Förderer der DOG beide Abzeichen erhalten haben, da bei einigen Mitgliedern zunächst nur das babylonisch-assyrische Abzeichen, später aber das ägyptische Abzeichen genannt wird. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass die Listen Fehler enthalten.

Dass es das Ziel Wilhelms II. war, möglichst viele Mitglieder der Gesellschaft auszuzeichnen, geht aus einem Schreiben[7] des Geheimen Kabinetts-Rat von Valentini hervor:

Geheimes Zivilkabinett                                                      Berlin, 8. Februar 1913
Seiner Majestät des deutschen
Kaisers und Königs von Preußen

 

Eurer Exzellenz beehre ich mich in Verfolg unserer Besprechung über die Verwendung der von Seiner Majestät des Kaisers und Königs bestimmten beiden Abzeichen für Verdienste um die Erforschung des Orientalischen Altertums ganz ergebenst mitzuteilen, dass Seine Majestät mit dem in Aussicht genommenen Beschlüssen des Vorstandes der Deutschen Orient-Gesellschaft im Allgemeinen einverstanden sind.

Seine Majestät wünschen aber tunlichst viele Mitglieder der Gesellschaft mit dem Abzeichen geschmückt zu sehen und stellen anheim, die Bedingungen so zu formulieren, dass die Verleihung auf einen großen Kreis von Mitgliedern ausgedehnt werden kann.

 

v. Valentini
An den stellvertretenden Vorstand der Deutschen Orient-Gesellschaft,
Königlichen Staatsminister Herrn Freiherr von Thielmann
Exzellenz
895.                                         hier.

Offenbar kam es aber nicht zu einer zahlreichen Verleihung der Abzeichen, da bis auf die zuvor gezeigten Listen keine weiteren Verleihungen erwähnt werden.

Die vorgenommenen Verleihungen der Abzeichen durch den Vorstand, wurden Wilhelm II. jeweils zur Kenntnis und Genehmigung vorgelegt. Teils nahm Wilhelm II. Einfluss auf die Liste der so geehrten, wie das Schreiben[8] über die Kenntnisnahme der ersten Verleihungen belegt:

Geheimes Zivilkabinett                                                     Berlin, 17. März 1913
Seiner Majestät des deutschen
Kaisers und Königs von Preußen

 

Dem Vorstande beehre ich mich im Allerhöchstem Auftrage ganz ergebenst mitzuteilen, dass Seine Majestät der Kaiser und König von dem Immediatschreiben vom 1. d. M. und der Liste der bisherigen Verleihungen der von Allerhöchstihm gestiftete Abzeichen huldvollst Kenntnis zunehmen geruht haben und für die Meldung danken lasse. Seine Majestät würde es gern sehen, wenn das Abzeichen auch dem Professor Dörpfeld verliehen würde.

 

v. Valentini
An den Vorstand der
Deutschen Orient-Gesellschaft
2562.                                        hier.

Verständlicher Weise entsprach der Vorstand der Bitte ihres Protektors und nahm die Verleihung an Prof. Dr. Dörpfeld vor.

Ein weiterer Hinweis auf die geringe Anzahl der Verleihungen geben die beiden einzigen Rechnungen der Herstellerfirma, die sich in den Akten der DOG erhalten haben. Hersteller der Abzeichen war demnach die Firma Sy & Wagner, Berlin.

Abb. 4: Rechnung der Fa. Sy & Wagner vom 12.04.1913 über 30 babylonisch-assyrische Abzeichen und 6 ägyptische Abzeichen (Foto: Olaf M. Teßmer, Berlin)

Abb. 5: Rechnung der Fa. Sy & Wagner vom 01.01.1917 über insgesamt 2 babylonisch-assyrische Abzeichen (Foto: Olaf M. Teßmer, Berlin)

Die vorhandenen Rechnungen belaufen sich über 32 babylonisch-assyrische, sowie sechs ägyptische Abzeichen. Die beiden Verleihungslisten weisen, sofern man die Möglichkeit von Doppelverleihungen in Betracht zieht, jedoch nur 22 verliehene babylonisch-assyrische, aber 10 ägyptische Abzeichen aus. Somit müsste es wenigstens eine weitere Bestellung von ägyptischen Abzeichen gegeben haben, die sich über mindestens vier Stück belaufen haben sollte. Eine Rechnung über eine solche Bestellung von Abzeichen findet sich aber nicht in der Akte. Der Verbleib der nicht nachweislich verliehenen 10 babylonisch-assyrischen Abzeichen ist derzeit unklar. Ob sich diese noch nach dem Abschluss der Verleihungen nach dem Jahr 1920 bei der DOG befanden, doch verliehen, verschenkt oder teils als Ersatz- oder als Musterstücke ausgegeben wurden, ließ sich bisher nicht klären. Dass die Abzeichen im Einzelfall möglicher Weise zu Anschauungszwecken abgegeben worden sein könnten, ergibt sich aus einer Anfrage der Firma J. Godet & Sohn an die DOG:

Fa. J. Godet & Sohn                                                          Berlin, 6. Juni 1913
An die Deutsche Orient-Gesellschaft
Hier 62
Maaßenstr. 36

 

Herr Kommerzienrat Alfred Sy, der Verfertiger der mit Genehmigung Seiner Majestät zu verleihenden Abzeichen für Verdienste, war so liebenswürdig, uns an Sie zu verweisen.

Aus Anlass des Regierungs-Jubiläums veranstalten wir eine Ausstellung sämtlicher Orden, Ehrenzeichen und Abzeichen, welche während der 25jährigen Regierungszeit des Kaisers von ihm gestiftet worden sind. In der Zahl dieser Auszeichnungen, welche sich auf etwa 30 Stücke beziffern, fallen aus nur die erst kürzlich verliehenen in der Presse beschriebenen „Abzeichen der Orientgesellschaft“ – so heißen sie wohl. Es liegt uns nun alles daran, die Ausstellung effektiv lückenlos zu arrangieren, um so mehr als zahlreiche Herren aus der Umgebung Seiner Majestät sorin verschiedene Bundesfürsten ihr ganz besonderes Interesse an der Ausstellung zu erkennen gegeben haben, sodass wir dieselbe jedenfalls, auch in unseren Privatkontor herrichten müssen, damit die Herren in einer bequemen Besichtigung durch nichts gestört und geniert sind.

Wir erlauben uns daher, der Weisung des Kollegen Kommerzienrat Sy gemäß, die Anfrage an Sie zu richten, ob Sie uns wohl je eins der in Rede stehenden Verdienstabzeichen für ein paar Tage leihweise überlassen oder wenn das möglich wäre – käuflich ablassen könnten, damit wir dieses Abzeichen zur Komplettierung der Ausstellung verwenden können.

Sehr hochschätzbaren baldgefl. Antwort entgegensehend begrüßen wir Sie mit Hochachtung sehr ergebenst

 

J. Godet & Sohn
Hofjuwelier Seiner Majestät des Kaisers

Ob dieser Bitte entsprochen wurde ist nicht bekannt. Der Brief enthält keinerlei Erledigungsvermerke.

Im Nachlass des Dr. Walter Andrae hat sich ein babylonisch-assyrisches Abzeichen erhalten.

Abb 6: Babylonisch-assyrisches Abzeichen für Förderer der DOG aus dem Nachlass des Dr. Walter Andrae stammend. Auszeichnung S.M. des Kaisers … um die Erforschung des orientalischen Altertums. Silber vergoldet, teils emailliert, mit einer Broschierung versehen. Rückseitig unter der Nadel angebrachte Ritzmarke AW, ca. 35 x 40 mm. (Sobald möglich, soll dieser Platzhalter durch die richtige Abbildung ersetzt werden.)

Wie oben bereits kurz beschrieben zeigt das babylonisch-assyrische Abzeichen eine Kombination aus zwei entgegen gestellten geflügelten Stiermenschen, welche der Fachwelt unter den Namen Shedu oder Lamassu bekannt sind. Es handelt sich dabei um assyrische Torwächter, die paarweise an Toren oder Durchgängen in Tempeln angebracht waren und die Anlagen schützen sollten. Darunter befindet sich eine geflügelte Sonnenscheibe, welche links und rechts von je einer Uräusschlange flankiert wird. Dieses Symbol, welches wahrscheinlich Horus-Behedeti darstellt, findet sich in ähnlichen Gestaltungen im assyrischen und ägyptischen Raum.

Als Vorlage der Entwürfe dienten Wilhelm II. wahrscheinlich damals dort bereits vorhandene Sammlungsstücke des Louvre, welche ihm wegen seines archäologischen Interesses bekannt gewesen sein dürften.

Für das babylonisch-assyrische Abzeichen kommt besonders die Darstellung eines Lamassu vom Palast Königs Saragon II. in Frage, die er um einen zweiten Lamassu und die geflügelte Sonnenscheibe ergänzte.

Abb. 7: Lamassu; geflügelter Stier mit Menschenkopf, zur Seite blickend. Relief aus der Wand eines Tores des Palasts Königs Sargon II. Fundstelle Dur Sharrukin, Assyrien (jetzt Irak, Khorsabad). Entstanden 713-716 v. Chr. Entdeckt bei Paul-Émile Botta’s Ausgrabungen in den Jahren 1843-1844.

Den Entwurf beider Abzeichen hat Wilhelm II. eigenhändig angefertigt. Die Größe der Originalzeichnungen entspricht in etwa der Größe der danach gefertigten Abzeichen.

Abb. 8: Entwurf des babylonisch-assyrischen Abzeichens. (Vergrößert abgebildet.)

Abb. 9: Entwurf des ägyptischen Abzeichens, ca. 30 x 55 mm. (Vergrößert abgebildet.)

Das ägyptische Abzeichen, zu welchem der Autor keine Abbildung im Original finden konnte, da es sich weder in Archiven, noch in den bekannten Nachlässe erhalten hat, bestand in der Form aus einem Falken mit Widderkopf, mit ausgebreiteten Flügeln und Beinen. In seinen Fängen hält der Falke jeweils einen Schen-Ring. Es handelt sich dabei um ein magisches Schutzzeichen. Wahrscheinlich wurde Wilhelm II. zu diesem Entwurf durch ein Amulett inspiriert, welches im Grab eines Apis-Stiers im Serapeum von Sakkara, von Auguste Mariette in den Jahren 1851 bis 1853 ausgegraben wurde. Es stellt mit großer Wahrscheinlichkeit den Sonnengott Ra in seiner nächtlichen Erscheinungsform dar.

Abb. 10: Amulett in Form eines widderköpfigen Falken. Fund im Serapeum von Sakkara. 71 x 137 mm. Entstehung um 1254 v. Chr.

Die Ernennung zum Förderer der DOG und die damit einhergehende Verleihung des Abzeichens für Förderer waren mit der Überreichung einer dreiseitigen Urkunde verbunden. Im Archiv der DOG liegen noch etwa 40 dieser Urkundenvordrucke [9] unausgefüllt bei den Akten. Auch das Vorhandensein dieser Blankourkunden ist ein Indiz für eine relativ geringe Verleihungszahl dieser Abzeichen.

Abb. 11 a/b/c: Dreiseitige Ernennungsurkunde (blanko) als Förderer der DOG unter Verleihung des Abzeichens. (Zum Vergrößern auf die entsprechende Seite klicken.)

Den Schreiben der Fa. Sy & Wagner nach, sowie laut den angeführten Bekanntmachungen, sollten die Abzeichen für Herren mit einem Knopf, die Abzeichen für Damen mit einer Broschierung versehen sein. Eine Verleihung an Damen ließ sich aber bisher nicht bestätigen. Da an dem Abzeichen des Walter Andrae eine Broschierung montiert ist, und die Rechnungen der Fa. Sy & Wagner keinen Unterschied der Befestigungen erkennen lassen, ist es fraglich ob und wie viele der Abzeichen mit einem Knopf als Befestigungssystem hergestellt wurden. Eventuell hat man letztlich auf einen Knopf gänzlich verzichtet. Hier müssen zukünftige Entdeckungen weiterer Abzeichen zeigen, ob solche mit einem Knopf als Befestigung tatsächlich angefertigt wurden.

Ursprünglich war es angedacht gewesen, das Abzeichen in nur einer Form zu verleihen (siehe Stiftungsordre / Abb. 1). Darüber zeugt auch ein Brief[10] der Fa. Sy & Wagner vom 23. Januar 1913 an den Chef des Geheimen Zivil-Kabinetts, dem Geheimrat von Valentini, in dem steht, dass der Kommerzienrat Sy versuchen wird Seine Majestät zu beeinflussen, sich für das Abzeichen in Aegyptischer Form zu entscheiden. Gemeint war damit die Form Abzeichens in Gestaltung des ägyptischen Falken mit einem Widderkopf. Die beiden Musterstücke der Abzeichen wurden bereits am 25. Januar 1913 fertig und nach Bewilligung der Ausführung durch Wilhelm II., an v. Valentini gesandt. Diese Muster dienten als Beilage zur Stiftungsurkunde. Der Verbleib dieser Muster ist unbekannt. Im Archiv der DOG befinden sie sich nicht. Selbst die Entwurfszeichnungen sind im DOG-Archiv nicht nachzuweisen. Für einen bisher nicht näher zu bezeichnenden Zweck hatte sich die DOG einen Druckstock in der Form des assyrisch-ägyptischen Abzeichens anfertigen lassen, welcher sich in der entsprechenden Akte erhalten hat.

Abb. 12: Druckstock in Form des assyrisch-ägyptischen Abzeichens für Förderer der DOG; ca. 150 x 150 mm, wahrscheinlich Messing, Rückseite glatt.

In einem Brief[11] vom 27. Januar 1913, den v. Valentini zusammen mit dem Stiftungserlass und den beiden Musterstücken der Fa. Sy & Wagner an den Vorstand der DOG sandte, sollte noch dem Vorstand die Wahl eines der beiden Abzeichen, welche (beide) den Beifall Seiner Majestät in gleicher Weise gefunden haben, überlassen werden.

Als sich in einem Telegramm[12] an den Kaiser vom 28. Januar 1913 der bis dahin stellvertretende Vorsitzende der DOG, Staatsminister Freiherr von Thielmann, für die Stiftung der Abzeichen durch die Ordre von 27. Januar 1913 bedankt und schreibt, dass der Vorstand (der DOG) demnächst Euerer Majestät Bestimmung entsprechend, die Auswahl zwischen den beiden Entwürfen treffen und diejenigen Mitglieder bezeichnet, denen zunächst das Abzeichen als Beweis Allerhöchster Huld zuerkannt wird, unterstreicht Wilhelm II. diese Zeile und vermerkt am linken Rand handschriftlich mit rotem Stift: nein habe beide genehmigt.

Durch Wilhelms Entscheidung kam es schließlich zur Verleihung der Abzeichen in beiden Ausführungen.

In der bekannten Literatur finden die Abzeichen für Förderer der DOG kaum Erwähnung. In einem Katalog[13] von Andre Hüsken, werden die Abzeichen der DOG aufgezählt. Auffällig bei dieser Nennung der Abzeichen ist einerseits der Umstand, dass insgesamt drei Abzeichen erwähnt werden, andererseits, dass alle Abzeichen als runde Brosche beschrieben werden, an denen sich umlaufend ein gebundener Kranz, zur Hälfte aus Lorbeerblättern, zur anderen Hälfte aus Eichenlaub befinden soll.

Nach den bisherigen Erkenntnissen hat es nie ein drittes Abzeichen gegeben. Hüsken schreibt das dritte Abzeichen einer alt-griechischen Abteilung der DOG zu. Nach Auskunft mehrerer Fachleute für die Organisation und Geschichte der DOG hat es dort jedoch nie eine alt-griechische Abteilung gegeben, weshalb diese Zuschreibung bezweifelt werden muss. Im genannten Katalog ist nur das Abzeichen der sogenannten alt-griechischen Abteilung abgebildet. Die nur im Kern richtig beschriebenen beiden anderen, wirklichen Abzeichen für Förderer der DOG, sind dort nicht bebildert. Auf Grund der Beschreibungen ist anzunehmen, dass Hüsken Abbildungen dieser Abzeichen nicht bekannt waren. Auf Nachfrage des Autors konnte Hüsken die Zuschreibung des dritten Abzeichens nicht schlüssig darlegen.

 

Denkmünze der Deutschen Orient-Gesellschaft zur silbernen Hochzeit des Kaiserpaares

Im achten Jahresbericht der DOG vom 28. Mai 1906 finden sich auf der Seite 8 folgende Zeilen:

Seiner Majestät dem Kaiser und König, unserem allergnädigsten Protektor, hat die Deutsche Orient-Gesellschaft bei Gelegenheit des silbernen Hochzeitfestes ihr ehrerbietigsten Glückwünsche dargebracht. Zum bleibenden Andenken ist eine von dem Bildhauer Herrn Georges Morin modellierte Denkmünze hergestellt worden. Ihre Majestäten der Kaiser und die Kaiserin haben die Gnade gehabt, das Original in Gold aus den Händen einer Abordnung des Vorstandes mit den beiden Vorsitzenden an der Spitze am 25. Februar 1906 huldreichst entgegenzunehmen. Abgüsse in Bronze stehen unseren verehrten Mitgliedern auf Wunsch zur Verfügung.

Die Medaillen wurden von der Berliner Medaillenmünze Otto Oertel, Spezialanstalt für die Prägung, Denkmünzen, Plaketten und Ehrenzeichen etc., Berlin NO 43, Gollnowstr. 13, angefertigt.

Die damaligen Preise der Denkmünzen kann man eine Rechnung der Fa. Oertel entnehmen:

Abb. 13: Rechnung der Fa. Oertel vom 16.06.1906 über je eine Medaille Silberhochzeit in Goldbronze á 20,- Mark und in Naturbronze á 10,- Mark (Foto: Olaf M. Teßmer, Berlin)

Eine Notiz über den Hintergrund, Ausführung und eine Beschreibung der Denkmünze findet sich in den Mitteilungen der DOG No. 31 vom Mai 1906. Dort wird folgendes Berichtet:

Das Fest der silbernen Hochzeit des Allerhöchsten Kaiserpaares hat der Deutschen Orient-Gesellschaft zum Anlaß gedient, ihrem allergnädigsten Protektor und seiner erhabenen Gemahlin ein Zeichen ihrer ehrerbietigsten Dankbarkeit und unwandelbaren Treue darzubringen. Es ist eine goldene Medaille, die der begabte Berliner Bildhauer Georges Morin[14] modelliert hat, in der Berliner Medaillenmünze von Otto Oertel hergestellt worden. Ihre Majestäten der Kaiser und die Kaiserin hatten die Gnade, sie aus den Händen einer Abordnung des Vorstandes mit den beiden Herren Vorsitzenden an der Spitze entgegenzunehmen zugleich mit einer Adresse, welche, von Herrn Professor Delitzsch verfasst und mit einem künstlerischen Titelblatt von Hand des Herrn Professor Woldemar Friedrich geziert, in einer einfachen Ledermappe aus der Werkstatt des Lette-Vereins (Fräulein Buchbindermeister Maria Lühr) ruhte. Die Medaille hat einen Durchmesser von 9 cm; auf der Schauseite zeigt sie das Doppelbildnis des Kaiserpaares mit der Umschrift „Ihrem huldvollen Protektor in Dankbarkeit die Deutsche Orient-Gesellschaft. 27. Februar 1906“. Die Rückseite ziert der babylonische Löwe, über und unter dem in Keilschrift, Hieroglyphen bezw. hebräischen Lettern die Namen der Hauptstätten der bisherigen Wirksamkeit der Gesellschaft zu lesen sind: Babylon, Assur, Abusir („Pyramide des Ne-woser-re“), Kapernaum.

In der Voraussetzung, dass manchem unter unseren verehrten Mitgliedern daran gelegen sein möchte, eine solche Erinnerung zu besitzen, hat der Vorstand Vorsorge getroffen, Exemplare dieser Medaille aus Bronze zu einem mäßigen Preise zur Verfügung stellen zu können, nämlich in Naturfarbe der Bronze für 10 M., oder mit echter Goldpatina in der Farbe des Originals für 20 M. Diesbezügliche Wünsche bitten wir möglichst bald an den Schriftführer Herrn Dr. Bruno Güterbock, Berlin W. 10, Victoriastraße 33, gelangen lassen zu wollen; die Zusendung wird in der Reihenfolge der eingehenden Bestellungen erfolgen.

Wie viele der Denkmünzen hergestellt wurden ließ sich nicht sicher ermitteln. Einen Hinweis darauf liefert eine Anfrage der Fa. Otto Oertel an die DOG wonach zum Ablauf des Jahres 1907 lediglich von ca. 40 hergestellten Denkmünzen die Rede ist:

Fa. Otto Oertel                  30.12.1907

An die Deutsche Orient-Gesellschaft

 

Sehr geehrter Herr Dr.

 

Gelegentlich einer persönlichen Unterredung betreffs der „Orient-Medaille“ waren Sie so gütig, mir den eigenen Vertrieb dieser Medaillen zu gestatten. Eine Gegenlenkung wurde Ihrerseits von mir nicht beansprucht mit Rücksicht darauf, dass meine Kostenberechnung für die Herstellung der „Orient-Medaille“ s. Zt. auf einer Auflage von 200 Exemplaren basierte und diese Zahl ganz wesentlich hinter der der gefertigten Stücke (40 ca.) zurückblieb.

Es ist mir daran gelegen, dass ich über die Genehmigung einen schriftlichen Ausweis bei meinen Akten habe, und ich wäre Ihnen sehr verbunden, wenn Sie so freundlich sein würden, mir diesen zu geben.

Endend ich Sie darum höflichst bitte, zeichne ich mit vorzüglicher Hochachtung

 

Fa. Otto Oertel

Wie viele von den Denkmünzen später noch angefertigt wurden, darüber findet sich in den Akten kein Hinweis. In den Akten finden sich nur einige wenige handschriftliche Bestellungen je einer Medaille mit Goldpatina für 20,- Mark. Wie viel die persönliche Denkmünze für das Kaiserpaar aus massiven Gold gekostet hatte ist nicht überliefert.

Abb. 14:Denkmünze aus dem Nachlass des Dr. Walter Andrae, Bronzeguss mit Goldpatina, Ø ca. 87 mm

Abb. 15: Denkmünze in Naturbronze-Ausführung

Noch heute ist die Rückseite der beschriebenen Denkmünze zentraler Bestandteil des Logos der Deutschen Orient-Gesellschaft.

Danksagung:
Für die Unterstützung bedanke ich mich bei Dr. Joachim Marzahn, Oberkustos beim Vorderasiatischen Museum, Staatliche Museen Berlin / Klaus Finneiser, Ägyptisches Museum, Staatliche Museen Berlin / Dr. Olaf Matthes, Museum für Bergedorf und die Vierlande / Westfälische Auktionsgesellschaft für Münzen und Medaillen oHG / und den interessierten Mitgliedern des Forums SDA für die zahlreichen Hinweise.
Bildnachweis:
Titelbild: Paul-Émile Botta, aus Monument de Ninive, Paris 1849/59
Abb. 1: Archiv der DOG I, 9.2 Korrespondenz Wilhelm II. an die DOG
Abb. 2: 16. Jahresbericht der DOG zu Berlin vom 30. Juni 1914, S. 18
Abb. 3: 22. Jahresbericht der DOG zu Berlin vom 18. Juni 1920, S. 8
Abb. 4+5: Archiv der DOG I, 9.8 Förderer der DOG (Abzeichen, Muster, Herstellung), 1913
Abb. 6: Staatsbibliothek Berlin SBB-IIIA Nl. Andrae 388 Nr. 18
Abb. 7: Musée du Louvre / Marie-Lan Nguyen, AO 30228, Abteilung antiker Naher Osten (GNU / Quelle Wikipedia)
Abb. 8+9: GStA I. HA Rep. 89, Geheimes Zivilkabinett, jüngere Periode, Nr. 20780, Bl. 3, Ermittlungen von Altertümern im Ausland, 1913-1916 (© bpk / GStA PK)
Abb. 10: Musée du Louvre, E 80, Abteilung antikes Ägypten (GNU / Quelle Wikipedia)
Abb. 11: Archiv der DOG I, 9.9 / 9.10 Förderer der DOG (Urkundenformulare), 1913
Abb. 12: Archiv der DOG I, 9.8 Förderer der DOG (Abzeichen, Muster, Herstellung), 1913
Abb. 13: Archiv der DOG I, 9.6 Silberhochzeit des Kaiserpaares, 1905/1906
Abb. 14: Staatsbibliothek Berlin SBB-IIIA Nl. Andrae 388 Nr. 17
Abb. 15: Westfälische Auktionsgesellschaft für Münzen und Medaillen oHG / WAG Auktion 52, Nr. 205 / www.wag-auktionen.de
Anmerkungen / Quellen:
[1] Orden und Ehrenzeichen Nr. 71, Februar 2011, S. 2-8.
[2] Frobenius-Institut, Frankfurt am Main: Frobenius Nachlass LF 616/31-36, Wilhelm II. an Frobenius, 11.11.1936.
[3] Quelle: Wikipedia
[4] Illustrierte Zeitschrift für Kunst, Kulturgeschichte und Völkerkunde der Länder des Ostens, Orientalisches Archiv, Herausgeber Hugo Grothe, Band III, 1912/1913, S. 199.
[5] Mitteilungen der DOG zu Berlin, No. 51, April 1913, S. 3.
[6] 15. Jahresbericht der DOG zu Berlin vom 23. Mai 1913, S. 3/4.
[7] Archiv der DOG I, 9.8 Förderer der DOG (Abzeichen, Muster, Herstellung), 1913
[8] ebenda
[9] Archiv der DOG I, 9.9 / 9.10 Förderer der DOG (Urkundenformulare), 1913.
[10] GStA I. HA Rep. 89, Geheimes Zivilkabinett, jüngere Periode, Nr. 20780, Bl. 1, Ermittlungen von Altertümern im Ausland, 1913-1916
[11] Archiv der DOG I, 9.2, Korrespondenz zwischen dem Geheimen Zivilkabinett und der DOG
[12] GStA I. HA Rep. 89, Geheimes Zivilkabinett, jüngere Periode, Nr. 20780, Bl. 8, Ermittlungen von Altertümern im Ausland, 1913-1916
[13] Katalog der Orden, Ehrenzeichen und Auszeichnungen etc., Band III, Ehrenzeichen, Auszeichnungen, Ehrengaben, 1888-1935, Andre Hüsken, S. 146
[14] Georges Morin (* 30. April 1874 in Berlin; † 5. Februar 1950 ebenda) war ein deutscher Maler, Bildhauer und Medailleur. Er schuf sowohl zahlreiche plastische Werke für Neubauten von Architekten seiner Zeit als auch eigenständige Bilder, Medaillen, Statuen und Figuren. Morin studierte 1892 bis 1896 an der Berliner Akademie der Künste und war dort unter anderem Schüler von Ernst Herter und Peter Breuer. Nach erfolgreichem Examen hielt er sich anschließend zu Studienzwecken in Paris auf, wo ihn die Auftritte orientalischer Tänzerinnen in der Commedia dell’arte faszinierten. Er begann die Tänzerinnen zu malen und zu modellieren. Er lebte später in der Görrestraße 16 in Berlin-Friedenau. Morin war Mitglied der Bezirkskunstdeputation, der Vereinigung bildender Künstler in Berlin und des Reichsverbands bildender Künstler Berlins. (Quelle: Wikipedia)